Selbstliebe ist kein To-Do - sie ist ein Bewusstseinszustand.
- Vanessa Stefanie Schindlbeck

- 12. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Ich dachte lange, Selbstliebe bedeutet: schöne Routinen, Affirmationen, Wellness, ätherische Öle, Journaling, Dankbarkeit.Aber tief in mir fühlte ich: Ich tue alles richtig – und trotzdem fühle ich mich nicht wirklich verbunden.Denn echte Selbstliebe beginnt nicht im Tun, sondern im Fühlen.Im ehrlichen Hinschauen.Im Aushalten deiner eigenen Wahrheit.
Viele Frauen leben in einer Art „spirituellen Perfektionismus“:Sie versuchen, sich durch Routinen zu heilen –anstatt mit sich selbst in Kontakt zu treten.Doch Selbstliebe ist kein Zustand, den du erreichst,sondern eine Beziehung, die du pflegst. Jeden Tag.
1️⃣ Beobachte deinen inneren Dialog – werde zur Hüterin deiner Gedanken
Der wichtigste Schritt in Richtung Selbstliebe ist Bewusstsein.Nicht über dich – mit dir.
Achte mal darauf, wie du mit dir sprichst:Wenn du dich verspätet hast, wenn du unproduktiv warst, wenn du emotional bist.Ist deine innere Stimme liebevoll oder strafend?Oft übernehmen wir die Stimme, die wir als Kind gehört haben –und merken gar nicht, wie hart wir mit uns selbst umgehen.
🧘♀️ Übung:Stell dir vor, dein innerer Kritiker sitzt dir gegenüber.Schreib auf, was er sagt – ungefiltert.Dann antworte mit der Stimme deiner inneren Mentorin:„Ich sehe dich. Ich weiß, du hast Angst. Aber du bist sicher.“Diese Übung trainiert dein Nervensystem, sich in Liebe statt in Scham zu regulieren.
💬 Affirmation:„Ich bin freundlich zu mir, auch wenn ich Fehler mache.“
2️⃣ Erkenne und transformiere deine Glaubenssätze
Selbstliebe wird erst möglich, wenn du aufhörst, gegen dich zu leben.Viele Frauen tragen unbewusste Programme:„Ich bin nur wertvoll, wenn ich stark bin.“„Ich muss leisten, um geliebt zu werden.“„Ich darf keine Schwäche zeigen.“
Diese Sätze bestimmen unser Handeln, bis wir sie bewusst hinterfragen.
🧘♀️ Übung:Schreib drei Sätze auf, die dich in deinem Alltag oft antreiben.Frag dich bei jedem:– Kommt das aus Liebe oder aus Angst?– Wem gehört dieser Satz ursprünglich?– Dient er mir heute noch?
Dann formuliere neue, liebevolle Überzeugungen:„Ich bin wertvoll, auch wenn ich nichts tue.“„Ich verdiene Liebe, einfach weil ich bin.“„Ich darf mich zeigen – ganz, wie ich bin.“
💬 Affirmation:„Ich muss nichts beweisen, um geliebt zu sein.“
3️⃣ Wähle Präsenz statt Perfektion
Selbstliebe ist kein Ziel, sondern ein Weg.Sie entsteht nicht, wenn du alles richtig machst,sondern wenn du bleibst – auch dann, wenn du dich falsch fühlst.
Echte Selbstliebe fühlt sich nicht immer schön an.Sie bedeutet, dich zu halten, während du alte Wunden spürst.Sie bedeutet, Pausen zuzulassen, Tränen zuzulassen, Nähe zuzulassen.
🧘♀️ Übung:Leg täglich für 5 Minuten die Hand auf dein Herz.Atme tief ein. Spür deinen Körper.Sag leise zu dir: „Ich bin hier.“Tu nichts. Fühl nur.Diese simple Praxis verändert, wie du mit dir selbst in Beziehung trittst –weil sie dich aus dem Kopf zurück in den Körper bringt.
💬 Affirmation:„Ich bin genug – hier, jetzt, so wie ich bin.“
Fazit
Selbstliebe ist nicht laut.Sie ist kein perfekt ausgeleuchtetes Ritual für Social Media.Sie ist das leise Ja zu dir selbst – mitten im Chaos.Sie ist das Innehalten, wenn dein Kopf sagt „mehr“und dein Herz flüstert „Pause“.
Wenn du dich authentisch lieben willst,hör auf, an dir herumzuschrauben –und fang an, dich zu umarmen.
Selbstliebe heißt nicht, die beste Version deiner selbst zu werden.Selbstliebe heißt, alle Versionen von dir zu ehren –auch die, die noch auf dem Weg sind.
Du musst nichts mehr tun, um liebenswert zu sein.Du darfst dich nur wieder daran erinnern, dass du es längst bist.



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